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Studio Foundations
Studio Foundations
Domain:Teaching
Date:HS25
Organizers:Chair of Structural Design Prof. Dr. Jacqueline Pauli
Keywords:Regenerative Materials
Studio Foundations
Welche Anforderungen stellt der heutige, dynamische Kontext mit seinen vielschichtigen Herausforderungen an künftige Architekt:innen? Eine sich rasant ändernde Welt im Zuge des Klimawandels fordert umweltbewusstes, nachhaltiges Entwerfen und Bauen mehr als je zuvor.
Dieser zunehmenden Komplexität begegnet das Studio Foundations mit einem Kollektiv von acht Professor:innen (Lehrstühlen).
Unsere Lernziele sind:- Erkunden verschiedener Methoden und Werkzeuge des zirkulären, nachhaltigen und einfachen Bauens.
- Selbständiges Arbeiten, kritisches Denken und Reflexion der eigenen Arbeit.
- Kennenlernen und Verstehen eines iterativen Entwurfsprozesses von vielen sich gegenseitig bedingenden Faktoren.
- Verstehen von Stadtstrukturen und Stadtsoziologie. Vertraut werden mit Massstäben, Proportionen und Dimensionen. Erkunden der Wechselwirkung zwischen Bebauung und Umwelt als Ausgangspunkt für den Entwurf.
- Erlangen von Verständnis der wichtigsten Konzepte und historischen Entwicklungen in der architektonischen Typologie und Form und deren Bedeutung. Erlernen von Analysemethoden und der direkten Anwendung der Erkenntnisse im Projekt.
- Erfassen von räumlichen Kategorien und Erkunden, wie Materialität, Dimensionen, Licht und Klang die räumliche Wahrnehmung beeinflussen. Erarbeitung eines materialspezifischen Grundlagenwissens sowie deren Einfluss auf den Raum und die Konstruktion.
- Erfassen der grundlegenden Prinzipien der architektonischen Konstruktion über die verschiedenen Bausysteme, Elemente und Materialien. Der Schwerpunkt liegt auf der Beziehung vom Gebäude mit dem Boden.
- Praktische Arbeit am Modell, im Plan, anhand von Handzeichnungen und Skizzen sowie im Visualisierungsprogramm als Teil des Entwurfsprozesses.
InhaltIm Herbstsemester erkunden wir verschiedene Orte entlang der Limmat; diese reichen von der Innenstadt von Zürich bis in die Agglomeration und unterscheiden sich in der Topografie, Nutzung, Bebauungsstruktur, Besucherfrequenz, Geschichte.
Wir analysieren deren Kontext und setzen unsere Beobachtungen direkt in Bezug zu einer ersten Entwurfsidee für eine Buvette. Das Erkunden von Baumaterialien, deren technischen Eigenschaften, Herstellungsprozesse und Einsatzgebiete, sowie deren Einfluss auf die Raumwirkung, Fügungsprinzipien und Konstruktion inspirieren uns bei der Entwurfsarbeit und beeinflussen den Ausdruck und die Setzung massgeblich. Der Kurs führt die Studierenden in eine breite Palette von analogen und digitalen architektonischen Notationstechniken ein. Dazu gehören das Skizzieren, Zeichnen von Plänen und Schnitten, das Bauen von Arbeitsmodellen, 3D-Druck, Modellieren im CAD, Scannen von Kontexten, Visualisieren von Projekten und Programmieren – Fähigkeiten, die im Atelier vermittelt und durch direkte Anwendung im Entwurf kontextualisiert und geübt werden. Parallel dazu vermittelt „Studio Foundations“ grundlegende Prinzipien der architektonischen Konstruktion, die den Studierenden vom ersten Tag an helfen, Architektur als materielle Praxis zu verstehen.
Studierendenarbeiten HS25 -
Tragwerksentwurf IV FS26
Tragwerksentwurf IV FS26
Domain:Teaching
Date:FS26
Organizers:Chair of Structural Design Prof. Dr. Jacqueline Pauli
Keywords:Working with existing
Structural Design IV
Beschreibung
Die Vorlesung Tragwerksentwurf IV wendet das in den Vorlesungen Tragwerksentwurf I-III erlernte Wissen auf bestehende Bauwerke an.
Dabei betrachten wir Bestandsgebäude als funktionierende Einheiten, deren konstruktive Integrität bewahrt werden soll, ohne sie zu unantastbaren Museumsstücken zu erklären. Zentral ist dabei ein Verständnis für das Zusammenwirken der Tragwerksteile, deren Stärken und Schwächen einerseits, sowie den Auswirkungen von Umbaumassnahmen auf die tragenden Komponenten.Die Vorlesungen soll Strategien aufzeigen, wie sinnvoll mit bestehenden Tragwerken umgegangen werden kann, ohne die Kreativität des Entwurfs einzuschränken.
Ziele
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Kurses sollten die Studierenden in der Lage sein:
- Die Konstruktionsweisen typischer Schweizer Stadthäuser des 20. Jahrhunderts zu erkennen und zuzuordnen.
- Das Tragsystem eines bestehenden Bauwerks anhand von Planmaterial zu analysieren und fehlende Informationen zu benennen.
- Die Hauptursachen für Umbauten und deren Auswirkungen auf das Tragwerk zu kennen.
- Alterungsprozesse von Baustoffen und deren Instandhaltung sowie Ertüchtigung resp. Verstärkung zu verstehen.
- Die baulichen Eingriffe in typische Stadthäuser statisch sinnvoll zu entwerfen.
- Auswirkungen von Aufstockungen zu kennen und zusätzliche Lasten statisch sinnvoll anzuordnen.
Inhalt
Die Vorlesung konzentriert sich auf den Gebäudebestand der Schweizer Städte, vornehmlich auf das 20. Jahrhundert. An den in diesem zeitlichen Rahmen üblichen Konstruktionsweisen zeigt sie beispielhaft verschiedene Umbaumassnahmen auf, beispielsweise Umnutzungen, Einfügen neuer Öffnungen und Schächte (Lifte), entfernen tragender Wände sowie Anbauten und Aufstockungen. An beispielhaften realen Gebäuden werden diese Eingriffe diskutiert und die Entwurfsparameter abgesteckt.
Begleitet werden die Vorlesungen von Übungseinheiten und Kolloqiuen, die den Vorlesungsstoff anwenden und veranschaulichen.
Eine letzte Vorlesung am Ende des Semestes widmet sich dem Thema des Tragwerksentwurfs im Hinblick auf einen zukünftigen modularen Rückbau (Design-to-Disassembly) sowie dem Tragwerksentwurf aus wiederverwendeten Bauteilen (Re-Use).